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Erklärung zur Barrierefreiheit
Erzieherin knetet mit einem Kind am Tisch einer Kita

Symbolbild, KI-generiert

Erzieherin und Erzieher — Teilzeit

Vier Jahre berufsbegleitend. Für alle, die schon in einer sozialpädagogischen Einrichtung arbeiten.

Bildungsgang

Berufsbegleitend qualifizieren, ohne die Stelle aufzugeben

Die Teilzeitausbildung richtet sich an alle, die bereits in einer sozialpädagogischen Einrichtung arbeiten und keinen pädagogischen Abschluss haben — oder sich in der Sozialpädagogik weiterbilden möchten. Sie dauert vier Jahre und führt zum selben staatlich anerkannten Abschluss wie die Vollzeitform.

Sie besuchen die Fachschule wie eine Berufsschule und arbeiten parallel auf Basis eines Teilzeitarbeitsvertrags in einer sozialpädagogischen Einrichtung. Arbeitgeber ist ein anerkannter Träger der freien Kinder- und Jugendhilfe. Theoretische und praktische Ausbildung laufen von Beginn an nebeneinander.

Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen verlangt nach Profis, die über psychologisches, pädagogisches und methodisches Wissen verfügen, um Bildung zu ermöglichen und Beziehungen zu gestalten. Sie schließen als „Staatlich anerkannte Erzieherin" oder „Staatlich anerkannter Erzieher" ab (Bachelor Professional in Sozialwesen).

So ist die Ausbildung aufgeteilt

Zeitraum Unterricht Praxis
1. bis 3. Jahr 2 Schultage pro Woche Tätigkeit in Ihrer Einrichtung, mindestens 15 Stunden pro Woche
4. Jahr 1 Schultag pro Woche Zusätzlich 400 Stunden in einem anderen Arbeitsfeld
Abschluss Schriftliche und gegebenenfalls mündliche Prüfungen Praktische Prüfung

Praxis

800 Stunden der praktischen Ausbildung weisen Sie über Ihre berufliche Tätigkeit nach. Weitere 400 Stunden leisten Sie in einem anderen Arbeitsfeld als Ihrem eigenen — auch in Abschnitten. Das Arbeitsfeld Kindertageseinrichtungen ist auch in der Teilzeitform verpflichtend. Die Fachschule begleitet Sie dabei, begleitender Unterricht ergänzt die Praxis.

Die Einrichtung für das zweite Arbeitsfeld suchen Sie eigenverantwortlich aus, die Fachschule muss der Wahl zustimmen. In der Regel liegt sie im Umkreis von bis zu 50 Kilometern um die Schule. Der Unterricht wird von den Ferien unterbrochen.

Was Sie lernen

Der Unterricht folgt dem didaktischen Prinzip der doppelten Vermittlungspraxis und verzahnt Theorie und Praxis durchgehend. Die fachbezogenen Inhalte sind in acht Lernfelder gegliedert:

  • Pädagogik, Psychologie und Recht — pädagogisch-psychologische Grundlagen und rechtliche Fragen
  • Arbeit mit Gruppen — didaktisch-methodische Grundlagen
  • Den Einzelnen wahrnehmen — ressourcenorientiert, mit allen Stärken und Besonderheiten
  • Mit Familien arbeiten — Erziehungs- und Bildungspartnerschaften gestalten
  • Zusammenarbeiten — im Team, mit Institutionen und in Netzwerken
  • Bildungsbereiche — Sprache, Musik, Kunst, Spiel, Bewegung, angelehnt an das Bildungsprogramm „Bildung: elementar — Bildung von Anfang an"

Dazu kommen Deutsch/Kommunikation, Englisch, Wirtschafts- und Sozialkunde sowie Religion. Im Wahlpflichtunterricht vertiefen Sie zum Beispiel Instrumentalunterricht mit der Gitarre oder das PAPILIO-Konzept zur Stärkung der emotional-sozialen Kompetenz von Kindern.

Vorteile gegenüber der Vollzeitform

  • Sie bleiben in Ihrer Einrichtung beschäftigt und behalten Ihr Einkommen
  • Theorie und Praxis laufen von Beginn an parallel statt nacheinander
  • Was Sie im Unterricht lernen, wenden Sie direkt in Ihrem Arbeitsalltag an
  • Der Abschluss ist derselbe wie in der Vollzeitform

Voraussetzungen und Bewerbung

Während der gesamten schulischen Ausbildung müssen Sie eine sozialpädagogische Tätigkeit von mindestens 15 Stunden pro Woche nachweisen. Dazu brauchen Sie eine der folgenden schulischen Voraussetzungen:

  1. Realschulabschluss und eine abgeschlossene Berufsausbildung in der Sozialassistenz oder Kinderpflege
  2. Hochschulreife und mindestens ein Jahr sozialpädagogische Tätigkeit
  3. Realschulabschluss, eine abgeschlossene mindestens zweijährige Berufsausbildung und mindestens 600 Stunden praktische Tätigkeit in einem sozialpädagogischen Arbeitsfeld
  4. Abschluss der zweijährigen Fachoberschule in der Fachrichtung Sozialwesen
  5. Abschluss der Fachoberschule in einer anderen Fachrichtung und ein Jahr praktische Tätigkeit in mindestens einem sozialpädagogischen Arbeitsfeld

Als praktische Tätigkeit zählt die Arbeit in Kindertageseinrichtungen, in der Kinder- und Jugendarbeit, in den Hilfen zur Erziehung oder in der sozialpädagogischen Arbeit an Schulen, wenn sie nicht länger als fünf Jahre zurückliegt. Ein Freiwilliges Soziales oder Ökologisches Jahr und der Bundesfreiwilligendienst werden angerechnet, wenn Sie dort Kinder oder Jugendliche betreut, gebildet oder erzogen haben. Maßgeblich ist die jeweils geltende Verordnung über die Berufsbildenden Schulen in Sachsen-Anhalt.

Bewerbungsunterlagen

  • Anschreiben
  • Lebenslauf
  • Beglaubigter Schulabschluss und gegebenenfalls Berufsabschluss
  • Arbeitszeugnisse oder Praxisnachweise
  • Erweitertes Führungszeugnis — bei Abschluss des Beschulungsvertrags

Senden Sie Ihre Bewerbung an die Evangelische Fachschule für Soziale Berufe, Parkstraße 5, 39326 Wolmirstedt, oder nutzen Sie unser Bewerbungsformular.

Kosten

Derzeit übernimmt das Land Sachsen-Anhalt das monatliche Schulgeld. Sollte diese Kostenübernahme wegfallen, beträgt das Schulgeld 103 Euro monatlich im ersten bis dritten Jahr. Für das vierte Jahr mit der berufspraktischen Ausbildung zahlen Sie insgesamt 624 Euro, auf Wunsch in monatlichen Raten. Die gesamte Ausbildung kostet damit 4.332 Euro.

Das ist Ihr Eigenanteil, sofern das Land Sachsen-Anhalt den Schülerkostensatz anerkennt. Zusätzliche Kosten entstehen für Exkursionen, Werkmaterial und Lehrmittel. Anmelde- und Prüfungsgebühren gibt es nicht.

Häufige Fragen

Während der schulischen Ausbildung weisen Sie eine sozialpädagogische Tätigkeit von mindestens 15 Stunden pro Woche nach — auf Basis eines Teilzeitarbeitsvertrags bei einem anerkannten Träger der freien Kinder- und Jugendhilfe.

Das Arbeitsfeld Kindertageseinrichtungen ist auch in der Teilzeitform Pflicht. Arbeiten Sie selbst in einem anderen Bereich, decken Sie es mit den 400 Stunden im zweiten Arbeitsfeld ab.

Ja. Sie schließen als „Staatlich anerkannte Erzieherin" oder „Staatlich anerkannter Erzieher" ab — wie in der Vollzeitform.

Nein. Kosten entstehen nur für Exkursionen, Werkmaterial und Lehrmittel — und für das Schulgeld, falls das Land es nicht mehr übernimmt.

Ihre Ansprechpartnerin

Grit Schillack Foto: FRANK foto art studio

Grit Schillack

Schulleiterin

03 92 01 / 30 215

Auf einen Blick

Dauer
4 Jahre
Beginn
Ende der Sommerferien
Form
berufsbegleitend
Unterricht
2 Tage/Woche, im 4. Jahr 1 Tag
Abschluss
staatlich anerkannt

Bewerbung

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Schicken Sie uns Ihre Unterlagen über das Online-Formular. Sie brauchen ein Anschreiben, Ihren Lebenslauf, Ihre Zeugnisse und ein paar Minuten Zeit.

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